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Mutter Johanna Etienne  
Leben und Wirken unserer Gründerin, Mutter Johanna Etienne, sind eng mit der Stadt Neuss verbunden.
 
   

In Grimlinghausen bei Neuss wurde sie 1805 geboren. Als junge Frau trat sie in das Kloster der Cellitinnen in Düsseldorf ein. 1844 kam sie auf Bitten der Stadtväter ins Neusser Hospital, um die Krankenpflege zusammen mit einer Mitschwester zu  übernehmen.
Die beiden Schwestern wurden 1846 vor die Entscheidung gestellt, in das Kloster nach Düsseldorf zurückzukehren oder in Neuss eine eigene Ordensgemeinschaft zu gründen. Ihre Mitschwester kehrte nach Düsseldorf zurück. Schwester Johanna blieb – denn darin erkannte sie den Willen Gottes.
Sie wirkte weiter im Neusser Hospital und führte ein äußerst entbehrungsreiches Leben. Trotzdem schlossen sich ihr junge Frauen an. 

Schwester Johanna Etienne wollte – gedrängt von der Not der damaligen Zeit – Gottes Güte und Menschenfreundlichkeit durch ein Christentum der Tat sichtbar und erfahrbar machen. So entstand aus einem kleinen Samen die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern nach der Regel des heiligen Augustinus  -  oft einfach „Neusser Augustinerinnen“  genannt.
Als sie um 1868 die Leitung der Gemeinschaft an die nächste Generation übergab, unterstrich sie ihre Entscheidung mit dem folgenden Bild:

"Das Samenkorn ist aufgegangen. Und jetzt ist es an der Zeit es in andere Hände zu legen,

damit es veredelt wird."

Mutter Johanna Etienne
   
Heiliger Augustinus  
„Du hast unser Herz mit deiner Liebe getroffen, und wie Pfeile,
die im Herzen haften, tragen wir deine Worte in uns.“

 


Der heilige Augustinus, wurde 354 in Tagaste in Nordafrika geboren. Er  war ein Mann mit einem brennenden Herzen, ergriffen  vom Wort Gottes und geprägt von   glühender Gottes- und  Nächstenliebe.

Als junger Mann lebte er lange mit einer Frau zusammen, und hatte mit ihr einen Sohn.
Um das Jahr 400 schrieb er die „Bekenntnisse“, seine geistliche Autobiographie.
In großer Offenheit lässt er uns in diesem Buch teilhaben an seiner Suche nach Wahrheit, nach dem Sinn des Lebens, nach Gott.
Aufgrund seiner Begabung erhielt er eine Ausbildung zum Lehrer der Rhetorik.
Augustinus las mit großer Begeisterung die Werke der Philosophen. Auf seiner Suche nach dem wahren Sinn des Lebens schloss er sich einer Sekte an und ging nach Rom, später nach  Mailand. Dort wurde er Professor der Rhetorik an der kaiserlichen Hochschule, und so zu einem reichen, angesehenen Bürger.
Die  Sehnsucht seiner Seele aber wurde durch seinen Wohlstand nicht gestillt. Immer stärker empfand er eine Leere in seinem Leben.
                                   
                                     „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir“.

Und so begann Augustinus mit einer sehr intensiven, gezielten Suche nach Gott.
Berührt durch die Predigten des Bischofs Ambrosius von Mailand fand er Zugang zur Bibel, die er nun verstärkt studierte. In seinem Garten in Mailand hatte er schließlich ein Bekehrungserlebnis, das seinem Leben eine andere Richtung gab und seinem Herzen die lange ersehnte Ruhe brachte.

Zusammen mit seinen treuesten Freunden und seinem Sohn ließ er sich in der Osternacht 387 von Bischof Ambrosius taufen und kehrte nach Afrika zurück.
Dort baute er eine Klostergemeinschaft auf und führte mit seinen Freunden ein Leben der Einkehr, des Gebetes und des Studiums. 
Sein vorbildliches, gottgeweihtes Leben blieb nicht unbemerkt. Die Menschen seiner Heimat waren von seiner Lebensweise tief berührt. Auf ihren Wunsch hin wurde Augustinus Priester.  Er gründete das erste Kloster für Priester und lebte weiter im Kreis seiner Mitbrüder. Für dieses klösterliche Leben schrieb er eine Regel, die auf das Hauptgebot des Evangeliums ausgerichtet ist.
                                                
                                                  „Über allem soll die Liebe leuchten“.

Augustinus wurde schließlich im Jahre 395 Bischof von Hippo Regius. Er war Seelsorger und  ein begnadeter Prediger. Unermüdlich kämpfte er gegen die Irrlehrer der damaligen Zeit an. Er schrieb Bücher und Briefe, die weit in die Welt hinein wirkten. Seine Gedanken und Schriften beherrschten daher die Theologie und Philosophie der folgenden Jahrhunderte.

Augustinus war ein großer Theologe, aber  auch ein großer Beter und ein Mann der Kontemplation, der stets auf der Suche nach Gott blieb.


                  „Gott, mit deinem Wort hast du mein Herz getroffen und ich liebte Dich“.


Sein umfassendes geistiges Erbe überdauerte den Untergang des Römischen Reiches. Es wirkt unvermindert bis in unsere Zeit.

Augustinus starb am 28. August 430 in Hippo Regius. Er wurde in Pavia, in Italien, beigesetzt. Nach seiner Regel leben noch heute viele Frauen und Männer.

Für weitere Informationen schauen Sie auch unter:
www.augustinus.de oder www.augustiner.de


Heiliger Augustinus

 

 

 

 

 

Augustinus in der Runde

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