Unser Ursprung

Vorbild bis heute: Johanna Etienne

 

Das Leben und Wirken unserer Gründerin, Mutter Johanna Etienne, ist eng mit der Stadt Neuss verbunden.

In Grimlinghausen am Rhein (heute ein Stadtteil von Neuss) wurde sie am 1. April 1805 geboren. Als junge Frau trat sie in das Kloster der Cellitinnen in Düsseldorf ein. 1844 baten die Neusser Stadtväter sie, ins örtliche Hospital zu kommen, um die Krankenpflege zusammen mit einer Mitschwester zu übernehmen.

Zwei Jahre später wurden die beiden Ordensfrauen vor die Entscheidung gestellt, nach Düsseldorf zurückzukehren oder in Neuss eine eigene Gemeinschaft zu gründen. Während ihre Mitschwester den Weg zurück auf die andere Rheinseite wählte, blieb Johanna Etienne in Neuss. Sie wirkte weiter im Hospital und führte ein Leben, welches andere Menschen aufmerken ließ, überzeugte und begeisterte. Ihre Kraft schöpfte sie aus dem Evangelium Jesu Christi, dem täglichen Gebet und dem Vorbild des heiligen Augustinus und der heiligen Elisabeth. Auch wenn ihr Leben reich an Entbehrungen war, schlossen sich ihr junge Frauen an. Sie spürten, dass Johanna Etienne aus einer tiefen Christusbeziehung lebte und wirkte.

Schwester Johanna Etienne wollte in der Not der damaligen Zeit Gottes Güte und Menschenfreundlichkeit durch ein Christentum der Tat sichtbar und erfahrbar machen. So entstand aus einem kleinen Samen die Gemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern nach der Regel des heiligen Augustinus – kurz „Neusser Augustinnerinnen“ genannt. Bis heute fühlen wir Schwestern uns genau wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Vorbild Johanna Etienne's verpflichtet. Es bedeutet vor allem: Menschen in Not kompetent und ohne Wenn und Aber zu helfen.
 
Als Johanna Etienne Ende der 1860er-Jahre die Leitung der Gemeinschaft an die nächste Generation abgab, wählte sie folgendes Bild: „Das Samenkorn ist aufgegangen. Und jetzt ist es an der Zeit, es in andere Hände zu legen, damit es veredelt wird.“ Ihre Worte und ihre Taten sind uns bis heute tägliche Motivation.